Heilige
Die christliche
Theologie ist geprägt von einem Doppelkonzept von Heiligkeit:
Das Heilige schlechthin ist Gott selbst, jedoch nicht im Sinne einer
transzendenten Statik, also eines Zustandes in göttlichen
Sphären ohne Auswirkung auf das Diesseits. Vielmehr wird
Gottes Heiligkeit als immanente Dynamik verstanden, die alle irdischen
Dinge für sich aussondern kann und damit Grund ihrer
Heiligkeit ist. Im Neuen Testament wird diese Sicht modifiziert. Nun
ist es Jesus Christus, der in seiner einzigartigen Beziehung zum Vater
durch seinen Tod und seine Auferstehung Heiligkeit in denen, die ihm
nachfolgen, bewirkt.
Christliche Heiligkeit tritt in zwei Komponenten auf. Einerseits erwählt sich Gott sowohl im Alten als auch im Neuen Testament ein „heiliges Volk“: Das Volk Israel und das so bezeichnete „neue heilige Volk“ der Kirche. Andererseits tritt auch immer das Konzept der individuellen Heiligkeit einer Einzelperson auf, die durch die Verwirklichung der Nachfolge Christi einen besonderen Grad der Gnade und des angebotenen Heils erreicht hat. Die individuelle Heiligkeit ist dabei aber stets nur Manifestation einer Heiligkeit als Glied der Kirche, die in ihrer Gesamtheit ja die „communio sanctorum“, also die „Gemeinschaft der Heiligen“, darstellt.
Der erste verehrte Märtyrer: Polycarp
Christliche Heilige im umgangssprachlichen Sinn zeichnen sich also dadurch aus, dass sie bereits eine höhere Stufe der Gnade erreicht haben, die aber prinzipiell für jeden Gläubigen als Glied der Kirche möglich ist. Der Theologe Wolfgang Beinert drückt es kompakt so aus: „Sie [die Heiligkeit des Einzelnen] wird in der Taufe begründet als seinshafte Qualität und entfaltet sich in der personalen Annahme des göttlichen Rufes durch Übernahme der Gesinnung Jesu in einem moralisch heiligen Leben (Eph 1,4 EU; 5,1 EU; Phil 2,5 EU; 4,8 EU; Kol 1,22 EU; 1 Petr 1,15f. EU; 2,9 EU; Tit 1,7–9 EU u.ö.)“
Christliche Heiligkeit tritt in zwei Komponenten auf. Einerseits erwählt sich Gott sowohl im Alten als auch im Neuen Testament ein „heiliges Volk“: Das Volk Israel und das so bezeichnete „neue heilige Volk“ der Kirche. Andererseits tritt auch immer das Konzept der individuellen Heiligkeit einer Einzelperson auf, die durch die Verwirklichung der Nachfolge Christi einen besonderen Grad der Gnade und des angebotenen Heils erreicht hat. Die individuelle Heiligkeit ist dabei aber stets nur Manifestation einer Heiligkeit als Glied der Kirche, die in ihrer Gesamtheit ja die „communio sanctorum“, also die „Gemeinschaft der Heiligen“, darstellt.
Der erste verehrte Märtyrer: Polycarp
Christliche Heilige im umgangssprachlichen Sinn zeichnen sich also dadurch aus, dass sie bereits eine höhere Stufe der Gnade erreicht haben, die aber prinzipiell für jeden Gläubigen als Glied der Kirche möglich ist. Der Theologe Wolfgang Beinert drückt es kompakt so aus: „Sie [die Heiligkeit des Einzelnen] wird in der Taufe begründet als seinshafte Qualität und entfaltet sich in der personalen Annahme des göttlichen Rufes durch Übernahme der Gesinnung Jesu in einem moralisch heiligen Leben (Eph 1,4 EU; 5,1 EU; Phil 2,5 EU; 4,8 EU; Kol 1,22 EU; 1 Petr 1,15f. EU; 2,9 EU; Tit 1,7–9 EU u.ö.)“

Bookmark: